Plasma-Fernseher bieten extrem hohe Bildschirmdiagonalen und ein helles und kontrastreiches Bild bis in die Ecken. Obwohl äußerlich den LCD-Fernsehern recht ähnlich, basieren sie doch auf einer ganz anderen Technik: Plasma-Fernseher bestehen aus sehr vielen kleinen, mit Gas gefüllten Leuchtzellen, die quasi wie kleinste Neon-Röhren funktionieren.
Ein ganz wesentliches Argument für Plasma-Fernseher sind die hohen Bildschirmdiagonalen. Allerdings: Mit steigender Bilddiagonale steigt nicht unbedingt auch die Auflösung. Das führt dazu, dass gerade bei großen Plasma jenseits der 50 Zoll die Bildpunkte aus moderatem Betrachtungsabstand einzeln sichtbar sind. Derart große Plasma-Fernseher sollte also nur in Erwägung ziehen, wer ausreichend Platz im Wohnzimmer hat, um entsprechenden Abstand vom Gerät halten zu können. Ohnehin empfiehlt sich aber ein Gerät mit einer physikalischen Auflösung von 1920 x 1020 Punkten - so ist man auch für die derzeit höchste HDTV-Auflösung von 1080p gerüstet.
Zentraler Nachteil der Plasma-Technologie ist ihr hoher Stromverbrauch: Im Betrieb brauchen entsprechende Geräte schnell mehrere hundert Watt.
Direkt mit dem hohen Stromverbrauch verbunden ist eine stattliche Wärme-Entwicklung, der viele Hersteller mit dem Einbau von Lüftern begegnen. Damit diese nicht störend wirken, sollte das Lüftergeräusch unter 30 db liegen.
Auch das Gewicht ist bisweilen problematisch: 25 bis 40 kg sind keine Seltenheit und erfordern einen stabilen Unterbau respektive eine solide Verankerung in der Wand.
Die von den Herstellern genannten Helligkeits- und Kontrastwerte sind nur bedingt aussagefähig: Sie werden in der Regel direkt am Display gemessen, ohne dass dabei die Wirkung der grundsätzlich vorhandenen Filterscheibe berücksichtigt wird. Auch die typischerweise aktive Strombegrenzung, die für ein etwas weniger helles Bild sorgt, findet in den Messwerten der Hersteller meist keine Berücksichtigung. Zum Vergleich sollte man sich lieber auf die Messungen einschlägiger Fachzeitschriften verlassen.
Ein nach wie vor nicht ganz gelöstes Problem der Plasma-Technologie ist das Risiko des Einbrennens: "Starre" Teile des Bildes (z.B. Senderlogos) werden dabei in die Röhren "eingebrannt" und bleiben auch bei einem Wechsel des Bildes oder gar beim Ausschalten sichtbar. Tritt ein solcher Effekt nur kurzzeitig auf (short burn-in) und verschwindet nach wenigen Minuten wieder, ist das harmlos. Kritisch ist hingegen das dauerhafte Einbrennen (permanent burn-in), das allerdings bei modernen Displays nur noch auftritt, wenn der Plasma-Fernseher wirklich stunden- und tagelang Bilder mit gleichen Elementen darstellt.
Die Hersteller haben - neben der generellen Verbesserung der Röhren - mittlerweile eine Reihe von Tricks entwickelt, um Einbrenneffekte sehr unwahrscheinlich zu machen. Dazu gehört die Darstellung grauer (statt schwarzer) Balken beim Ansehen von Sendungen im 4:3-Format sowie das sog. Pixel-Shifting, bei dem Bild praktisch unbemerkt regelmäßig ein paar Pixel verschoben wird, so dass nicht immer diesselben Bildpunkte in ein- und derselben Farbe leuchten.